Eilmeldung

Eilmeldung

Jemen: kein Rücktritt, kein Ende der Proteste

Sie lesen gerade:

Jemen: kein Rücktritt, kein Ende der Proteste

Schriftgrösse Aa Aa

Bei Protesten im Jemen sind mindestens vier Menschen getötet worden, etwa sechzig weitere wurden verletzt. In der Hauptstadt Sanaa demonstrieren tausende seit Tagen gegen den seit mehr als 30 Jahren regierenden Präsidenten Ali Abdullah Saleh. Der Protestmarsch begann auf dem Universitätsgelände von Sanaa. Besonders junge Jemeniten, die sich auch im Internet organisieren, verlangen Arbeit und ein Ende der Korruption. Ein Drittel der 23 Millionen Bewohner des Landes leidet Hunger.

In der südlichen Hafenstadt Aden versuchte die Polizei etwa 3.000 Demonstranten durch Schüsse in die Luft zu vertreiben. Nach Krankenhausangaben starben mindestens drei Menschen nach Schussverletzungen.

Politischen Beobachtern zufolge ist ein rascher Rücktritt von Präsident Saleh unwahrscheinlich. Doch auch ein Ende der Proteste und der Gewalt ist nicht in Sicht.