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Sechs Tote bei gewalttätigen Unruhen im Jemen

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Sechs Tote bei gewalttätigen Unruhen im Jemen

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Im Jemen halten die regierungskritischen Proteste an und damit die Unruhen. An diesem Freitag haben sie mindestens sechs Menschen das Leben gekostet.

“Du bist der nächste nach Mubarak” – so forderten Tausende im Zentrum der Hauptstadt Sanaa Präsident Ali Abdullah Saleh zum Rücktritt auf. Dann kommt es zu Ausschreitungen mit Saleh-Anhängern. Dutzende Demonstranten werden verletzt.

Doch es kommt schlimmer. In der Hafenstadt Aden werden vier Menschen getötet, als die Sicherheitskräfte Schlagstöcke, Tränengas und Elektroschocker gegen sie einsetzen. In Taiz wirft ein Mann eine Handgranate auf Regierungsgegner und tötet zwei von ihnen.

Aber auch das gab es am achten Tag der Proteste: Saleh-Getreue, die in Sanaa gegen die demonstrieren, die sie “Saboteure” nennen.

Im Jemen geht es nicht nur um Saleh, seit 32 Jahren der starke Mann im Staat, der 2013 gehen will. Und der vom Westen gestützt wird, weil er verspricht, Al-Kaida zu bekämpfen. Es geht auch um Nord gegen Süd, Stamm gegen Stamm. Und auch die Armut treibt viele auf die Straße.