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G20-Minister einigen sich auf Kriterien für Ungleichgewichte

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G20-Minister einigen sich auf Kriterien für Ungleichgewichte

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Sie sind angetreten, um die Ungleichgewichte unter den stärksten Wirtschaftsmächten auszubalancieren. Nach einigem Ringen einigten sich die G20-Finanzminister in Paris auf gemeinsame Kriterien.

Für die inneren Ungleichgewichte umfassen sie den Schuldenstand plus Haushaltsdefizit sowie die private Sparquote.

Die äußeren Ungleichgewichte werden anhand der Außenhandelsbilanz, der Investitionsströme und der realen Wechselkurse bewertet.

“Wir haben uns zuerst auf die Indikatoren geeinigt”, so eine zufriedene G20-Gastgeberin Christine Lagarde. “Im zweiten Schritt wird es nun Tests zur gegenseitigen Bewertung geben. Dabei müssen wir konzentriert und entschieden vorgehen und andere Ansichten respketieren.” Bindende Zielwerte für die Kriterien soll es aber nicht geben. Weiter verhandelt wird im April.

Vor allem China sind die übrigen Minister entgegenkommen. Entgegen früherer Entwürfe sind die Währungsreserven kein Kriterium mehr. Wer die Debatte verfolgt habe, so Lagarde, könne sich vorstellen, dass bereits der Verweis auf Wechselkurse und die Währungspolitik Gegenstand langer Debatten gewesen seien.

Vor dem Pariser Finanzministerium warnten Demonstranten vor einer bevorstehenden Ernährungskrise. Tatsächlich sind die Lebensmittelpreise zuletzt explodiert, auch das war Thema der G20-Ministertagung.

Außerdem ging es um eine Stärkung des Internationalen Währungsfonds und den Kampf gegen den Klimawandel.