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Muammar Gaddafi kennt kein Pardon

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Muammar Gaddafi kennt kein Pardon

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Auch an diesem Samstag gingen Polizei und Armee in Libyen brutal gegen Demonstraten vor. Gaddafi schickte zudem schwarzafrikanische Söldner in die Städte Bengazi, Al-Baida und Ajdabiya, wie mehrere Nachrichtenagenturen und Augenzeugen meldeten.

Die Küstenstadt Bengasi, zweitgrößte Stadt des Landes, sowie die beiden anderen Städte waren laut Augenzeugen vorübergehend fast vollständig in die Hände der Protestbewegung gefallen. Inzwischen hätten in Bengasi Elitetruppen damit

begonnen, die Kundgebungen gewaltsam aufzulösen, eine Zeltstadt der Demonstranten soll geräumt worden sein.

Nach Angaben der Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch sind seit Beginn der Proteste mindestens 84 Menschen von den Sicherheitskräften getötet worden. Sie beruft sich auf Telefoninterviews mit örtlichen Krankenhäusern und Augenzeugen.

Die libyschen Behörden machten keine Angaben zu den Opfern, die staatlichen Medien sind zensiert, und auch das Internet wurde inzwischen in Libyen blockiert.