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Trotz Polizeigewalt: "Uns geht nicht die Puste aus"

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Trotz Polizeigewalt: "Uns geht nicht die Puste aus"

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Brutal ist die Polizei in Algier gegen Demonstranten vorgegangen. Ein Abgeordneter von der oppositionellen “Bewegung für Kultur und Demokratie”, Tahar Besbes, wurde brutal zusammengeschlagen. Dann soll sich der Krankenwagen zunächst geweigert haben, ihn in die Klinik zu fahren. Besbes’ Parteifreund Boubaker Derguini berichtet euronews am Telefon:

“Besbes wurde wild angegriffen von den Sicherheitskräften. Er hat einen Tritt auf den Thorax erlitten, mit ganzer Kraft auf den Thorax. Und einen Faustschlag ins Gesicht. Er wurde bewusstlos geschlagen.”

Denken Sie, die Sicherheitskräfte haben unverhältnismäßige Gewalt angewandt?

“Ganz sicher, die Polizeigewalt hat ein anderes Level erreicht. Je mehr Menschen auf die Straßen gehen, je mehr Aktionen es gibt seitens der Nationalen Bewegung für den Wandel und Demokratie, desto mehr sind die Sicherheitskräfte ganz offensichtlich angewiesen, Gewalt anzuwenden.”

Herr Derguini, wir haben dennoch den Eindruck, dass den Demonstranten die Puste ausgeht…

“Sie haben hier Polizisten in zivil, die Gruppen auseinandertreiben, sobal mehr als drei Personen zusammenstehen. Den Demonstranten geht nicht die Puste aus. Heute haben die Sicherheitskräfte den Platz des 1. Mai abgeriegelt, die Demonstranten sind auf die Straße nebenan ausgewichen. Man kann sehen, dass mehr Menschen auf den Straßen sind als beim letzten Mal.”