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Unruhen: Gaddafi schickt Söhne ins Feld

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Unruhen: Gaddafi schickt Söhne ins Feld

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In Libyen haben sich die Proteste gegen Revolutionsführer Muammar al-Gaddafi auf das ganze Land ausgeweitet. Auf Amateurvideos, die von Demonstranten ins Netz gestellt wurden, kann man sehen und hören, wie die Sicherheitskräfte hart durchgreifen und scharfe Munition einsetzen. Laut den Oppositionellen wurden bisher mindestens 60 Menschen getötet.

Regierungsnahen Zeitungen zufolge haben Demonstranten in der Stadt Al-Baidha zwei Polizisten gelyncht.

Gaddafi verlässt sich bei der Niederschlagung der Unruhen vor allem auf seine Familie. Er schickte seine Söhne in die Zentren der Proteste nach Al-Baidha und Bengasi.

In Bengasi nahmen Tausende an der Beerdigung der Opfer vom Vortag teil. Der Trauerzug wurde zum Protestmarsch, die Menschen stürmten das Gefängnis und befreiten Dutzende Gefangene.

In Al-Baidha ist die Situation weiterhin unklar.

Nach Angaben von Oppositionsgruppen übernahmen Regierungsgegner die Kontrolle über die Stadt. Andere Quellen sagen, dass die Sicherheitskräfte wieder die Oberhand hätten.