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Inzwischen vermutlich mehr als hundert Tote in Libyen

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Inzwischen vermutlich mehr als hundert Tote in Libyen

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In Libyen halten die Proteste an – inbesondere in Bengasi im Osten. Weiterhin sind nur Amateuraufnahmen zu bekommen, die Informationen sind nicht zu überprüfen. Die Sicherheitskräfte sollen sich in Bengasi inzwischen auf einen Gebäudekomplex zurückgezogen haben, den Rest der Stadt haben nach eigenen Angaben die Aufständischen unter Kontrolle.

Ein anonmyer italienischer Augenzeuge beschrieb die Lage in Bengasi als chaotisch und völlig außer Kontrolle. Alle Regierungs- und Verwaltungsgebäude sowie Banken seien abgebrannt worden, auf der Straße sei niemand mehr, nicht einmal die Polizei.

Revolutionsführer Muammar Gaddafi schweigt weiter zu den Vorfällen. Die Revolte konzentriert sich nach wie vor auf den Osten, wo er traditionell wenig Rückhalt hat. Das Regime ließ das Internet blockieren und störte auch Mobilfunk- und Telefonverbindungen, ausländische wie heimische Journalisten kommen nicht in die betroffene Region.

Das staatliche Fernsehen zeigte nun Bilder zerstörter Verwaltungsgebäude. Die Behörden machten ausländische Gruppen, die das Land destabilisieren wollten, für die Akte verantwortlich. Mehrere Verdächtige seien festgenommen worden. Die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch spricht inzwischen von mehr als hundert Todesopfern bei den Protesten in Libyen.