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Iranischer Film erhält Goldenen Bären

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Iranischer Film erhält Goldenen Bären

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Auf der Berlinale hat das iranische Gesellschaftsdrama “Nader und Simin, Eine Trennung” von Asghar Farhadi abgeräumt. Das Werk heimste nicht nur den Goldenen Bären als Bester Film, sondern auch noch die Silbernen Bären für die Beste Darstellerin und den Besten Darsteller – für das gesamte Schauspielerensemble ein.

Euronews-Korrespondent Sebastian Saam hat sich umgehört: “Die Berlinale versteht sich als das politischste der großen Filmfestivals, doch genau beim Thema Politik scheiden sich die Geister. Die einen sagen, der Film überzeugt durch Humanismus und den Verzicht auf plumpe politische Gesten. Die anderen meinen, er stellt die iranischen Behörden zu harmlos dar und habe es nur deswegen durch die Zensur geschafft.”

Farhadi erzählt eine moderne iranische Familiengeschichte. Simin möchte das Land verlassen, damit ihre elfjährige Tochter unter besseren Bedingungen aufwächst. Ihr Mann Nader je­doch will bleiben, weil er seinen an Alzheimer erkrankten Vater, nicht im Stich lassen kann.

Der ungarische Regisseur Bela Tarr bekam für sein Endzeitdrama “Das Turiner Pferd”, das als Mitfavorit gehandelt wurde, den “Großen Preis der Jury”. Tarr verkündete, dass sein filmisches Werk nun abgeschlossen sei. Das schwarz-weiße Epos erzählt von dem Pferd, das von Nietzsche umarmt wurde.