Eilmeldung

Eilmeldung

Libyen: Gaddafi kappt Facebook und Twitter

Sie lesen gerade:

Libyen: Gaddafi kappt Facebook und Twitter

Schriftgrösse Aa Aa

In Libyen kam es in der Küstenstadt Bengasi zu blutigen Zusammenstößen zwischen Gegnern des Staatschefs Muammar al-Gaddafi und der Armee.

Eine Augenzeugin berichtete, dass Soldaten mit scharfer Munition und Panzerfäusten auf Demonstranten und Wohnhäuser gefeuert hätten.

Die Schützen seien keine Libyer gewesen, sondern Söldner aus Mali, so die Augenzeugin.

Seit Beginn der Proteste vor fünf Tagen wurden mindestens 100 Oppositionelle getötet.

Der Widerstand beschränkt sich auf den Osten des Landes. Die Stammesgesellschaften dort haben sich vollständig von Gaddafi abgekoppelt und führen nun die Proteste gegen ihn an.

Das Regime unterbrach den Internetverkehr im Land, um weitere Protestaktionen zu erschweren. Der Zugang zu den Online-Netzwerken Facebook und Twitter wurde gekappt.

Ob die Unruhen in Libyen tatsächlich zum Sturz der Regierung von Gaddafi führen können, bleibt fragwürdig. Sein System ist in der Bevölkerung tief verankert.