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Ausländer kehren aus Libyen zurück

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Ausländer kehren aus Libyen zurück

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Fast alle Länder warnen vor Reisen nach Libyen und raten ihren Bürgern, die noch dort sind, zurückzukehren. Ein Flugzeug aus Tripolis kam zum Beispiel in Paris an: Einer der Reisenden hat letzten

Monat schon den Aufstand in Tunesien miterlebt.

“Dort ging es friedlicher zu”, sagt er; “für Ausländer bestand keine Gefahr. Das jetzt geht ja auch nicht gegen uns: Aber die Leute haben eben Waffen, und da kann man schnell mal in eine Schießerei oder sowas geraten.”

“Bengasi ist richtig schlimm”, meint ein anderer Mann. “In Tripolis geht es, wenn man zuhause bleibt. Es gibt keine Jagd auf Ausländer.”

Flüge aus Libyen kamen am Abend auch in Rom an, ebenso in Frankfurt oder in Wien. Überall erzählen die Passagiere von chaotischen Zuständen. Bei der Ankunft in Wien berichtet ein Mann auch von ausländischen Söldnern, die Menschen umbrächten.

“Wir haben Schüsse und viel Krach gehört”, sagt eine Frau auf dem Flughafen in Rom. “Angeblich waren fünftausend Leute auf dem Weg von Bengasi nach Tripolis. Aber offiziell wusste keiner was. Und das bisschen, was man weiß, ist nicht gerade gut.”

Ein Transportflugzeug der österreichischen Armee sitzt in Tripolis fest: Der Luftraum ist derzeit gesperrt; außerdem kommen die gemeldeten Passagiere nur schwer heran. Die Fluglinie AUA will

aber am Dienstag wieder wie geplant von Wien nach

Tripolis und zurück fliegen.