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Autobombe erschüttert Somalia

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Autobombe erschüttert Somalia

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Bei einem Selbstmordanschlag in Mogadischu sind mindestens 17 Menschen getötet worden.

Der Attentäter im Auftrag der radikalislamischen Shebab-Miliz hatte seine Autobombe in der Nähe eines Ausbildungslagers der Polizei gezündet. Das Auto sei auf eine Gruppe Polizisten zugerast und dann explodiert, so ein Polizist.

Ein anderer Augenzeuge sagte, ein Fahrzeug habe mit großer Geschwindigkeit die Absperrung vor dem Lager durchbrochen, dann sei es hochgegangen.

Seit drei Tagen wird Mogadischu von schweren Kämpfen zwischen Regierungstruppen und Al-Shebab-Kämpfern erschüttert.

Somalia ist ein zerfallener Staat im äußersten Osten Afrikas, am Horn von Afrika. Seit dem Sturz des Diktators Mohamed Siad Barre vor 20 Jahren hat das Land faktisch keine Zentralregierung mehr. Die Al-Kaida-nahe Gruppe Al-Shebab versucht seit drei Jahren, die von der UNO unterstützte Regierung zu stürzen und kontrolliert große Teile des Landes und der Hauptstadt, der Machtbereich der Regierung ist auf wenige Straßenzüge begrenzt.

Die Europäische Union unterstützt finanziell die Übergangsregierung und die Friedenstruppe der Afrikanischen Union (AMISOM) zu ihrem Schutz.

Wegen der jahrelangen Kämpfe waren zweitweise mehr als eine Million Menschen Vertriebene im eigenen Land.