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EU fordert Ende des Blutvergießens in Libyen

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EU fordert Ende des Blutvergießens in Libyen

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Die Europäische Union hat von der libyschen Regierung ein Ende der Gewalt verlangt. Libyen drohte daraufhin der EU damit, keine Flüchtlinge mehr aus Afrika nach Europa abzufangen. Sollte die EU pro-demokratische Demonstrationen weiter ermutigen, wolle Libyen die Zusammenarbeit in Flüchtlingsfragen beenden.

Die EU-Außenbeauftragte Catherine Ashton erklärte:

“Ich bin darüber besorgt, was derzeit in Libyen geschieht. Wir rufen zur Zurückhaltung auf. Alle Außenminister sind sich darüber einig, dass das sehr wichtig ist. Wir drängen auf ein Ende der Gewalt und auf einen Dialog.”

Wenn es nach Luxemburgs Außenminister Jean Asselborn geht, wird die blutige Niederschlagung der Proteste in Libyen Konsequenzen haben:

“Wer das menschliche Leben und das Recht der Bürger auf freie Meinung nicht respektiert, wer auf Methoden aus dem Mittelalter zurückgreift, der sollte sich vor dem internationalen Gerichtshof verantworten müssen.”

Die EU-Chefdiplomaten berieten auch über die Umstürze in Ägypten und Tunesien. Die Debatten werden heute fortgesetzt.

Euronews-Korrespondent Sergio Cantone sagte:

“Die EU-Außenbeauftragte Catherine Ashton wird demnächst nach Ägypten reisen, um der

Übergangsregierung die Unterstützung Europas zuzusichern. Doch was die Krise in Libyen anbelangt, konnten sich die EU-Mitgliedsstaaten bisher auf keine gemeinsame Strategie einigen. Eine europäische Antwort steht noch aus.”