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EU verurteilt Gewalt gegen libysche Demonstranten

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EU verurteilt Gewalt gegen libysche Demonstranten

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Die EU-Außenminister haben in Brüssel nach einer Libyen-Strategie gesucht. Bisher herrscht Uneinigkeit: Die Minister wollen die Demonstranten vor staatlicher Gewalt schützen, andererseits ist Libyens Staatschef ein Verbündeter im Kampf gegen illegale Einwanderung.

Der britische Außenminister William Hague erklärte, “ich habe keine Information darüber, ob Revolutionsführer Muammar al Gaddafi in Venezuela ist. Allerdings habe ich ein paar Angaben gesehen, die nahelegen, dass er gerade auf dem Weg dorthin ist.”

Was das Schicksal der Deutschen in Libyen betrifft, rief Außenminister Guido Westerwelle sie auf, das Krisengebiet umgehend zu verlassen. Eine erste Lufthansa-Maschine startete bereits aus Libyen.

Chefdiplomatin Catherine Ashton erklärte, die Ereignisse beunruhigten die EU sehr. Die Repressionen gegen Demonstranten würden aufs Schärfste verurteilt, ebenso wie die Gewalt und der Tod von Zivilisten.

Ashton brach kurz nach dem Treffen nach Tunesien und Ägypten auf. Als erster westlicher Regierungschef, der nach dem Sturz Mubaraks nach Kairo reist, nahm Großbritanniens Premierminister David Cameron ihr jedoch den Vortritt. Für Beobachter ein Zeichen, dass auch ein Jahr nach dem Amtsantritt der Chefdiplomatin viele EU-Staaten außenpolitisch eigene Wege gehen.