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Libyen: Schwere Unruhen auch in Tripolis

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Libyen: Schwere Unruhen auch in Tripolis

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In Libyen kommt es jetzt auch in der Hauptstadt Tripolis zu schweren Zusammenstößen zwischen Regimegegnern und Sicherheitskräften. Das Parlamentsgebäude wurde ebenso in Brand gesetzt wie mehrere Polizeiwachen; auch in Tobruk brennt zum Beispiel ein Polizeirevier.

Inzwischen gibt es sogar Berichte, wonach die eigene Luftwaffe Ziele in Tripolis beschießt. Der Fernsehsender Al-Arabija berichtet von 160 Toten alleine heute in Tripolis; eine Quelle nennt er dafür nicht.

Die Lage bleibt unklar; Berichte aus Libyen sind kaum möglich, Informationen fließen nur sehr spärlich und können nicht überprüft werden.

Zu diesen Informationen gehört, dass in Städten wie Bengasi oder Tobruk im Osten Libyens offenbar die Demonstranten die Kontrolle erlangt haben. Der Landesosten ist dem langjährigen Machthaber Muammar Gaddafi aus historischen Gründen seit jeher weniger zugetan.

Inzwischen ist aus Protest gegen die Gewalt des Regimes der Justizminister zurückgetreten, so wie zuvor schon einige Botschafter und Funktionäre. Menschenrechtlern zufolge wurden bei den Unruhen bis zur letzten Nacht schon weit über zweihundert Menschen getötet.