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Menschenrechtler wollen Druck auf Libyen

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Menschenrechtler wollen Druck auf Libyen

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Die Opferzahlen aus Libyen trägt – soweit möglich – zum Beispiel die Menschenrechtsgruppe Human Rights Watch zusammen. Die Gruppe verlässt sich dabei vor allem auf Angaben, die sie von Ärzten in Krankenhäusern bekommt.

Mit den Zahlen will man hier auch Druck machen auf Staaten, die Gaddafi bisher als Partner geschätzt haben. HRW-Sprecher Reed Brody nennt die Afrikanische oder die Europäische Union Freunde Libyens: Sie müssten klarmachen, dass die Gewalt gegen unbewaffnete Demonstranten aufhören müsse; dass es sich um Verbrechen handele und die Täter vor Gericht gehörten.

Militär- und Polizeihilfe für Libyen müssten gestoppt werden, sagt Brody weiter. Libyen selbst müsse das Internet wieder öffnen und Journalisten und Menschenrechtler ins Land lassen.

Im libyschen Staatsfernsehen ist von den Unruhen nichts zu sehen: Hier werden ruhige Städte gezeigt – und Menschen, die für Gaddafi auf die Straße gehen. Seine Gegner werden hier als Terroristen bezeichnet.