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Proteste in Libyen treiben Ölpreise in die Höhe

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Proteste in Libyen treiben Ölpreise in die Höhe

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Die anhaltenden Unruhen in der arabischen Welt treiben den Ölpreis immer weiter in die Höhe. Vor allem die Proteste in Libyen, wo ein Streik die Förderung in einem Ölfeld lahmlegte, sorgten für Irritationen an den Rohstoffmärkten. Normalerweise exportiert Libyen 1,1 Millionen Barrel Öl pro Tag. Experten befürchten, dass bei einer Einschränkung der Exporte das Gleichgewicht an den Märkten leiden könnte.

Vor allem der Preis für die Nordseesorte Brent stieg seit Jahresbeginn kontinuierlich an: von einem Wert um 95 Dollar auf mehr als 104 Dollar und damit auf den höchsten Stand seit Sommer 2008 vor dem Ausbruch der Finanzkrise. Aber auch die US-Sorte WTI legte deutlich zu – zeitweise kostete das Barrel mehr als 89 Dollar.

An den Rohstoffmärkten wird nun befürchtet, dass die Unruhen auch auf Saudi-Arabien übergreifen könnten, das wohl bedeutendste Ölförderland: 2009 trug Saudi-Arabien laut der OPEC rund 12 Prozent zur weltweiten Ölförderung bei.