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Schiiten in Bahrain fühlen sich benachteiligt

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Schiiten in Bahrain fühlen sich benachteiligt

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Im Golfstaat Bahrain harren Zehntausende auf dem Platz im Zentrum der Hauptstadt Manama aus.

“Chalifa, haut ab”, so die Botschaft an die Herrscherfamilie.

Kronprinz Scheich Salman bin Hamad

al-Chalifa bedauerte in einem Fernsehinterview den Tod von vier Demonstranten.

Doch den Menschen auf dem Platz bedeutet das wenig. Eine Studentin sagt: “Wir wollen nicht mehr von der Chalifa-Familie kontrolliert werden. 250 Jahre sind genug. Wir wollen wählen.”

Der Herrscherfamilie gehört der sunnitischen Glaubensrichtung an. 70 Prozent der Bahrainis sind aber Schiiten und werfen dem König vor, die Sunniten zu bevorzugen.

Dieser schiitische Mann erzählt: “Sunniten aus dem Ausland bekommen sofort Arbeit und einen Pass, aber wir haben keine Chance.”

Schiitische Bahrainis klagen, dass sie keine Stelle finden, auch wenn sie gut ausgebildet sind.

Eine junge Frau erklärt: “Ich habe vor sechs Jahren meinen Universitätsabschluss gemacht und habe immer noch keinen Job.”

Die Schiiten in Bahrain fühlen sich diskriminiert, mit ein Grund für die Proeste gegen den König: zum Bahrein der Hochglanzprospekte haben sie keinen Zugang.