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Ausländer werden aus Libyen herausgeholt

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Ausländer werden aus Libyen herausgeholt

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Weiterhin holen viele Länder ihre Bürger aus Libyen zurück; ausländische Firmen stellen ihre Arbeit ein und bringen ihre Mitarbeiter ebenfalls außer Landes.

Viele von ihnen sind Türken: 25000 arbeiten hier, mit Flugzeugen und sogar mit eigens gecharterten Fähren werden sie außer Landes gebracht. Etliche Länder schicken Flugzeuge, Militärmaschinen ebenso wie zivile Sondermaschinen.

Man zwinge keinen zur Rückkehr, sagt Italiens Außenminister Franco Frattini, aber für die, die zurückwollten, gebe es Schiffe und Flugzeuge. Heute früh sei ein Sonderflug von Alitalia in Tripolis gelandet, um Italiener zurückzubringen. Einen Zwang gebe es nicht.

Nach langer Verzögerung konnte ein Transporter der österreichischen Armee gestern abend ausfliegen. Die Fluglinie AUA hat auf ihrem planmäßigen Flug zwischen Wien und Tripolis heute eine größere Maschine als sonst eingesetzt.

Wie hier in Frankfurt haben die Rückkehrer einiges zu erzählen. “Ich glaube von dem Moment an, wo sie angefangen haben auf die eigene Bevölkerung – da waren dann Milizen auch”, berichtet eine Frau;

“Afrikaner, die wohl aus dem Tschad kommen, die gegen Geld auf die Leute geschossen haben. In dem

Moment ist es in Tripolis losgegangen, weil die Leute dann gesagt haben: Auf unsere Bevölkerung wird geschossen – jetzt no return.”

Die Schweiz erwägt zur Zeit keine Evakuierung. Allerdings sind laut Außendepartement auch nur noch wenige Schweizer im Land. Ausreisewillige sollen Linienflüge oder die Sonderflüge anderer Staaten nutzen.