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"Sofort aufhören"- so Ban Ki Moon zur Regierungsgewalt in Libyen

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"Sofort aufhören"- so Ban Ki Moon zur Regierungsgewalt in Libyen

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Die regierungskritischen libyschen Proteste haben New York erreicht. Vor dem Hauptgebäude der Vereinten Nationen protestierten Exil-Libyer gegen das 41 Jahre dauernde Regime von

Muammar al-Gaddafi. Drinnen distanziert sich der diplomatische Vertreter Libyens von der Gewalt von oben. Seit Beginn der Proteste vor einer Woche sollen laut Berichten bis zu 400 Menschen getötet worden sein.

Der stellvertretende libysche UN-Botschafter Ibrahim Dabbaschi:

“Wir standen nie auf Gaddafis Seite, sondern auf der des Volkes. Wir haben gerade eben die internationale Gemeinschaft in einem Statement gebeten, einzugreifen. Es muss etwas getan werden, um dem libyschen Volk zu helfen. In Tripolis droht ein Völkermord, und in den Städten im Osten Verbrechen gegen die Menschlichkeit.”

Er habe Gaddafi persönlich am Telefon nachdrücklich aufgefordert, von der Gewalt gegen Demonstranten abzulassen, sagte UN-Generalsekretär Ban Ki Moon, für seine Verhältnisse geradezu emotional.

Ban: “Ich habe Szenen gesehen, die waren sehr beunruhigend und schockierend. Libysche Ordnungskräfte schossen auf Demonstranten von Hubschraubern und Kampfflugzeugen aus. Das ist inakzeptabel. Das muss sofort aufhören. Das ist eine ernste Verletzung der internationalen Menschenrechte.”

Die Arabische Liga trifft sich noch heute zu einer Dringlichkeitssitzung in ihrem Hauptquartier in Kairo.

Abdel Moneim el Honi, ständiger Vertreter Libyens bei der Arabischen Liga, hatte seinen Posten aus Protest niedergelegt.