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Deutsche Lokführer streiken für mehr Geld

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Deutsche Lokführer streiken für mehr Geld

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Leere Gleise und frierende Passagiere: In Deutschland hat ein zweistündiger Warnstreik der Lokführer den Bahnverkehr lahmgelegt. Organisiert wurde die Aktion von der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer, kurz GDL, die damit von der Deutschen Bahn ein besseres Lohnangebot fordert, und von den sechs großen Privatbahnen neue Verhandlungen über einen Flächentarifvertrag. Der Warnstreik könnte auch zu einem Dauerstreik werden, erklärt GDL-Chef Claus Weselsky: “Wir haben gescheiterte Verhandlungen mit der Deutschen Bahn AG und den G6, den Schienen-Personennahverkehrsunternehmen hinter uns. Sie sind nicht bereit, auf unsere Ziele einzugehen. Wir haben ein halbes Jahr verhandelt, kein Ergebnis erzielt, jetzt ist Schluss, jetzt machen wir Druck mittels Arbeitskampf.”

Die Gewerkschaft argumentiert mit dem deutschen Wirtschaftsboom – und der scheint ungebrochen. Die Verbraucher zeigen sich nicht nur kauffreudig, sondern auch optimistisch. Der Gfk-Konsumklima-Index für März stieg auf den höchsten Stand seit vier Jahren, vor allem, weil die Deutschen auf deutliche Lohn- und Gehaltszuwächse hoffen.