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Friedliche Massendemonstration in Bahrain - mit Uniformierten

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Friedliche Massendemonstration in Bahrain - mit Uniformierten

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Ohne Zwischenfälle haben in Bahrain Zehntausende für eine neue Regierung demonstriert – sie wollen eine konstitutionelle Monarchie. In Sprechchören wurde das Dialogangebot des seit mehr als 200 regierenden Herrscherhauses zurückgewiesen. König Hamad ben Issa Al-Khalifa hatte zur Einstimmung inhaftierte oppositionelle Schiiten begnadigt.

Im drei Kilometer langen Zug liefen auch Polizisten und Militärs mit – in Uniform.

Polizist Abu Noah: “Wir haben beschlossen – wir sind da, um das Volk zu schützen und nicht um es zu verprügeln. Die Waffen, die gegen das Volk eingesetzt wurden, das waren Waffen der Schande. Deswegen laufen wir hier mit.”

Auch Al Wefaq, die größte, eigentlich reformbereite schiitische Oppositionskraft, hat das Dialogangebot zurückgewiesen und den Rücktritt der Regierung gefordert.

Scheich Hussein Al-Deehi, Chef der schiitischen Al-Wefaq-Orgaisation
“Diese friedlichen Muslime sind heute gekommen, um die Fahne des Heimatlandes hochzuhalten. Sie sagen, sie wollen Freiheit für dieses Land. Das fordern wir seit Jahrzehnten – vergebens. Jetzt ist einiges Blut vergossen, aber wir wollen Freiheit. So Gott will.”

In Bahrain regiert ein sunnitisches Herrscherhaus über eine Zweidrittelmehrheit an Schiiten, von denen sich viele ungerecht behandelt fühlen.

Auch im benachbarten Saudi-Arabien, Top-Ölproduzent und Heimstätte heiliger Stätten des Islam, lebt im Osten eine schiitische Minderheit.