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Gaddafis brutale Jagd auf sein Volk

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Gaddafis brutale Jagd auf sein Volk

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In Libyen geht das Regime von Muammar al Gaddafi immer brutaler gegen die eigene Bevölkerung vor. Laut Medienberichten wurden allein gestern mehr als 140 Menschen getötet.

Abtrünnige Diplomaten berichten, afrikanische Söldner würden auf Demonstranten schießen. Auch deshalb hätten sich Teile der Armee von Gaddafi losgesagt.

Unabhängige Informationen gibt es kaum. Weil Telefonverbindungen gekappt wurden, werden immer weniger Amateurfilme ins Internet gestellt.

Im libyschen Staatsfernsehen sind sie nicht zu sehen. Dort laufen Schlager. Dazu das Spruchband: “Die Berichte über Massaker sind Lügen.”

Nicht weniger skurril der Fernsehauftritt des Machthabers: Er habe das Land nicht in Richtung Venezuela verlassen, so Gaddafi. Er habe mit den Jugendlichen Demonstranten sprechen wollen, doch dann habe es angefangen zu regnen.

Zwei lybische Kampfflugzeuge landeten auf Malta. Die Piloten hatten sich geweigert, auf die eigene Bevölkerung zu schießen. Laut dem lybischen Botschafter in Indien – der sich wie viele Diplomaten von Gaddafi lossagte – haben andere Kampfflugzeuge Tripolis bombardiert.