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Iranische Kriegsschiffe lassen Suezkanal hinter sich

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Iranische Kriegsschiffe lassen Suezkanal hinter sich

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Zum ersten Mal seit mehr als 30 Jahren sind zwei iranische Kriegsschiffe durch den Suezkanal gefahren. Der Militärrat, der Ägypten derzeit regiert, hatte die Durchfahrt einer Fregatte und eines Hilfsboots genehmigt. Der Iran habe zuvor versichert, die Schiffe seien unbewaffnet.

Die Schiffe sind unterwegs nach Syrien.

Israel, das sich vom Iran bedroht fühlt, hatte die Passage wiederholt scharf kritisiert – obwohl zugestanden wird: Rechtlich gibt es keine Grundlage für ein Verbot.

Die Durchfahrt war den Iranern zuvor mehrfach verweigert worden.

Professor Uzi Rabi, Fachmann für das Verhältnis Iran/Irak aus Israel:

“Die Botschaft ist klar – der Iran ist präsent, die Vereinigten Staaten werden immer schwächer. Staaten wie Ägypten taugen nicht mehr als prowestliche Pfeiler im Nahen Osten. Ich meine, Iran versucht, daraus Kapital zu schlagen. Soll heißen: Der ganze Nahe Osten muß geopolitisch neu bewertet werden.”

Israel betrachte die Passage als Provokation, so das Außenministerium im Vorfeld. Man fordere die internationale Gemeinschaft auf, mit Entschlossenheit zu reagieren.

Nach der 123 Jahre alten Konvention von Konstantinopel kann der Kanal von allen Schiffen aller Nationen zu allen Zeiten zu gleichen Bedingungen benutzt werden.