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Schreien oder sprechen? Bahrain zwischen Protest und Dialog

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Schreien oder sprechen? Bahrain zwischen Protest und Dialog

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Der Golfstaat Bahrain sucht seinen Weg zwischen Dialog und Konfrontation. Die einen trauern um das siebte Todesopfer der Zusammenstöße in der vergangenen Woche und rufen radikale Parolen gegen die Regierung. Andere haben Grund zur Freude – König Hamad bin Issa al-Chalifa hat die Freilassung verhafteter Oppositioneller angeordnet. Mehrere Strafverfahren sollen eingestellt werden.

Oppositionsgruppen hatten vor einem angebotenen nationalen Dialog die Freilassung aller politischen Gefangenen gefordert – ein heikler Dialog zwischen einer schiitischen Zweidrittel-Mehrheit und einem sunnitischen Herrscherhaus.

Oppositionelle auf dem Perlenplatz sind eher skeptisch. Hassan Haider:

“Das ist die Revolution der arabischen Welt, ein Aufstand gegen die Ungerechtigkeiten der Herrschenden.”

Saeed Ali:

“Die Revolution ist gut, wenn Gott will, tragen die arabischen Nationen den Sieg davon.”

Während auf dem Perlenplatz die regierungskritischen Demonstranten unter sich blieben, demonstrierten in Manama an anderer Stelle Tausende für die Regierung und den Dialog.

Die al-Chalifa-Familie regiert Bahrain seit 200 Jahren, die letzten 40 saß ein Onkel des Königs auf dem Stuhl des Ministerpräsidenten.