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Ausländer fliehen aus Libyen

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Ausländer fliehen aus Libyen

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Die in Libyen lebenden Ausländer verlassen das Land. Frankreich hat drei Militärmaschinen nach Tripolis geschickt, um ausreisewillige Landsleute zurückzuholen.

Erleichterung sieht man bei denjenigen, die es geschafft haben. Sie trafen gestern mit einem regulären Linienflug auf dem Pariser Flughafen Roissy ein. “Wir sprechen an einem Tag mal von 80, mal von 500 Toten in Bengasi. Man berichtet uns von Vorfällen im Osten, das kommt von allen Seiten”, so ein Heimkehrer. “Wir sind seit drei Tagen panisch. Wir haben keine Angst, aber wenn man eine Familie hat und nicht mehr weiss, wohin, welche Straße man nehmen kann, dann gerät man schon ein wenig in Panik.” Ein anderer beschrieb seine Lage so: “Ich arbeite auf einem Ölfeld.

Im Zentrum von Tripolis gab es nachts Gewehrfeuer, Explosionen, Rauch, so sieht es ungefähr aus. Wir sind als Gruppe zusammen geblieben, fünf Kollegen.” Auch in Istanbul sind die ersten Heimkehrer eingetroffen. Sie waren über den Landweg zunächst nach Ägypten geflohen und nahmen dann einen Flug in Alexandria. “Die Libyer sind gute Leute, unsere Nachbarn sind wirklich gut.

Die Einheimischen haben uns gut behandelt, sie haben uns sogar zu Essen gegeben.” Auch die ersten Deutschen sind inzwischen mit Linienflügen aus Tripolis in Frankfurt eingetroffen.

Italien schickte mehrere Marineschiffe nach Libyen, um gegebenenfalls Landsleute nach Hause zu holen.