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Gaddafi verliert die Kontrolle über den Osten Libyens

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Gaddafi verliert die Kontrolle über den Osten Libyens

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Nach der Androhung einer blutigen Niederschlagung der Proteste in Libyen durch Staatschef Muammar al-Gaddafi ist die Situation im Land völlig ungewiss. Gaddafi scheint die Kontrolle im östlichen Teil des Landes wie in den Städten Tobruk und Al-Baida verloren zu haben.

Hier haben die Regierungsgegner die Macht übernommen. Militärbasen sind verlassen, die Soldaten Gaddafis nicht mehr da.

In Tripolis hatte Staatschef Muammar al-Gaddafi am Vortag gedroht, er werde Libyen in Schutt und Asche legen, es aber nicht verlassen und wenn es sein müsse, werde er als Märtyrer in den Tod gehen.

Bei den seit einer Woche andauernden Protesten kamen mindestens 300 Menschen ums Leben, es könnten aber auch nach Angaben der Opposition mehr als Zehntausend sein.

Der libysche UN-Botschafter Ibrahim Dabbashi sagte, der Völkermord habe begonnen. Gaddafis Gefolgsleute töteten im westlichen Teil des Landes alle, die gegen den Oberst seien. Gaddafis Rede gestern habe seinen Anhängern und den angeheuerten Söldnern einen Freibrief zum Töten ausgestellt.”

In seinem Fernsehauftritt hatte Gaddafi auch gesagt, die Demonstranten in seinem Land seien nur Trittbrettfahrer. Sie hängten sich an Tunesien und Ägypten an, obwohl es in Libyen keinen Grund dafür gebe. Er habe schon lange demokratische Verhältnisse geschaffen.