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Proteste gegen Gaddafi auch im Ausland

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Proteste gegen Gaddafi auch im Ausland

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In der Botschaft in Stockholm hissen Libyer die alte Flagge des Landes, aus der Zeit des Königsreichs vor Gaddafi, bis 1969. An vielen Orten im Ausland zeigen Libyer, was sie von den Machthabern daheim halten.

Auf dem Wiener Stephansplatz demonstrieren etwa zweihundert Menschen gegen die libyschen Machthaber und deren gewaltsames Vorgehen gegen die Proteste im Land. Für die Protestierenden hier ist klar, so sagt einer: “Gaddafi wird uns nicht mehr aufhalten, es ist vorbei.”

Auch in Berlin machen sich die Gaddafi-Gegner vor der libyschen Botschaft in Dahlem bemerkbar. Einige
Dutzende sind es; einer von ihnen, aus Bengasi, hat dafür viele gute Gründe: “Ich habe dreizehn Brüder”, sagt er, “die kämpfen alle dort. Mein Vater ist am Samstag elf Uhr in Bengasi gestorben. Diese Mörder in Libyen, die Afrikaner, die Gaddafi bestellt hat, die haben meinen Vater getötet.”

Auch in Lausanne gehen die Gegner des libyschen Regimes auf die Straße. Die rund hundert Demonstranten begrüßen darüberhinaus auch die neue Freiheit in der arabischen Welt. In Genf griffen
Unbekannte letzte Nacht die libysche Vertretung bei der UNO an; einige Scheiben gingen zu Bruch.

Etwa ebenso viele Demonstranten versammeln sich vor der Botschaft in Paris. Der Botschafter hier hat selbst zu einem Ende der Gewalt in der Heimat aufgerufen; ebenso der libysche Botschafter bei der UNESCO, die ihren Sitz ebenfalls in Paris hat.