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Exodus der ausländischen Gastarbeiter

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Exodus der ausländischen Gastarbeiter

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Nach den blutigen Kämpfen in Libyen verlassen zehntausende ausländische Gastarbeiter und Migranten den nordafrikanischen Staat.

Weit über eine Millionen Menschen aus Tunesien und Ägypten hatten in der Vergangenheit Arbeit im Nachbarland gefunden.

Nun fürchten viele um ihr Leben:

“Sie töten alle Ägypter. Sie jagen uns und versuchen uns zu fangen. Warum, weiß ich auch nicht. Das war die libysche Armee. Dann zwingen sie einen, vor laufender Fernsehkamera zu bekennen, man sei ausländischer Agent, sonst würde man erschossen.”

Auch türkische Fachkräfte verlassen das Land. Auf dem Flughafen Istanbul kommen, nach langer Odyssee, die von Ankara Zurückgerufenen an. Dieser Ingenieur erzählt:

“Wir haben eine äußerst abenteuerliche 42-Stunden-Reise hinter uns. Wir mussten mehr als 1000 Kilometer bis nach Tripolis fahren. Polizei und Pro-Gadaffi-Demonstranten blockierten immer wieder die Straße.”

Nach Angaben aus Brüssel befinden sich noch über 10.000 EU-Bürger im Land.

Auch die Bundesregierung will die schätzungsweise noch 250 verbliebenen Deutschen in Sicherheit bringen.