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Libyen im Chaos: Befreiungsjubel und Gefechte

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Libyen im Chaos: Befreiungsjubel und Gefechte

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In Teilen Libyens herrscht Freude – in anderen offenbar völliges Chaos. Während der Osten des Landes bereits seine Befreiung von Revolutionsführer Muammar al-Gaddafi feiert, werden vor allem aus der Region der Hauptstadt Tripolis schwere Kämpfe gemeldet.

Dort waren die Auseinandersetzungen in der Küstenstadt Az-Zawiya am blutigsten. Eine dortige Zeitung sprach von mehr als 20 Toten. Zuvor hatten offenbar reguläre Armee-Einheiten oder Gaddafi-treue Söldner die Stadt angegriffen.

Unweit der ägyptischen Grenze, in Tobruk, wiederum im Osten, können viele Bürger es kaum fassen: Der Flughafen ist völlig verlassen. Weder Armee noch Polizei weit und breit.

In der benachbarten Großstadt Bengasi organisieren sich die Bewohner offenbar in Stadtteil-Komitees. Von hier hieß es, dass das Regime seine Kontrolle über die wichtigen Ölraffinerien verloren habe. Aber es scheint auch, dass Bewohner hier Söldner festgenommen haben, die das Regime gegen sie eingesetzt hatte.