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Streit über nordafrikanische Flüchtlinge in Brüssel

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Streit über nordafrikanische Flüchtlinge in Brüssel

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Auf der Mittelmeerinsel Lampedusa befürchten die Behörden in den kommenden Tagen einen Flüchtlingsansturm aus Libyen.

Hundert Tausend Menschen versuchen das nordafrikanische Land aufgrund der dortigen Unruhen zu verlassen, und ihre erste Anlaufstelle innerhalb der Europäischen Union ist auf Lampedusa.

“Wenn morgen hier eine große Anzahl an Flüchtlingen an Land geht, dann werden wir versuchen, angemessen darauf zu reagieren”, sagt der Direktor des Flüchtlingslagers der italienischen Insel. “Unsere Antwort darauf wird aber von Tag zu Tag neu überprüft werden müssen.”

Das Thema beschäftigt auch die EU-Innenminister. In der Migrationspolitik ist die Union tief gespalten. Vor allem die Mittelmeeranrainer fordern von ihren nördlichen Nachbarn mehr Verständnis.

“Die Invasion von 1,5 Millionen Flüchtlingen, die uns vorhergesagt wird, würde jeden Staat in die Knie zwingen”, so Italiens Innenminister. “Deswegen fordern wir alle europäischen Länder zur Solidarität auf, sowohl was Grenzkontrollen als auch Aufnahmewillen betrifft.”

Italien sowie fünf weitere Staaten fordern eine gemeinsame Mittelmeerpolitik der Europäischen Union.

Ein Appell, der seit Jahren im Raum steht und bislang noch nicht umgesetzt wurde.

Dabei sollen Flüchtlingsländer unter anderem auch finanziell unterstützt werden, um Flüchtlingsströme einzudämmen.