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Cobra holt Österreicher aus Libyen raus

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Cobra holt Österreicher aus Libyen raus

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Regierungen in aller Welt organisieren mit Hochdruck die Rettung ihrer Staatsbürger. In Sarajewo trafen zwei Maschinen aus Libyen ein. An Bord waren 250 Menschen aus Bosnien-Herzegowina, die in dem nordafrikanischen Land gearbeitet hatten.

Sie berichten von Horrorszenen: “Wenn sie von 100 Toten sprechen, dann lügen sie. 5000 Menschen wurden getötet, allein bei einem Bombenangriff in den Nacht starben 590 Menschen”, berichtet Jasmin Ibragic, der in Zanzor einem 10 Kilometer von der Hauptstadt Tripoli entfernten Ort arbeitete.

Ein Sonderkommando der österreichischen Polizei brachte 15 österreichische Staatsbürger aus der Tripolis nach Tunesien in Sicherheit. In der libyschen Hauptstadtist die Lage prekär, wie Griechen nach ihrer Rückkehr nach Athen berichten: “Vor mir wurde geschossen. Ich habe vier kaltblütige Exekutionen auf der Straße gesehen”, berichtet Tony. “Es gibt keine Möglichkeit zum Flughafen zu gelangen, nur eine organisierte Evaluierungsmission. Wir wurden angegriffen mit Knüppeln, Latten, Stöcken. Es waren Polizisten oder Söldner. Viele waren Schwarz. Jeder, der zum Flughafen wollte wurde angegriffen. Man konnte keine Fragen stellen”, beschreibt Vangelis Varkas die Lage.

Zur Rettung deutscher Staatsbürger aus Libyen hat die Bundesmarine drei Fregatten entsandt. Sie sollen eine große Bucht an der Küste ansteuern.