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Chinesen entkommen libyschen Chaos

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Chinesen entkommen libyschen Chaos

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Mehrere tausend Chinesen sind nach Kreta in Sicherheit gebracht worden. Am Samstagmorgen erreichte eine griechische Fähre mit fast 3000 Chinesen und 13 EU-Bürgern an Bord die kretische Hafenstadt Iraklion. Eine weitere Fähre mit 1900 Chinesen an Bord soll am Abend eintreffen. In der libyschen Hafenstadt Bengasi ankert eine dritte griechische Fähre, die noch am Abend weitere Chinesen nach Griechenland bringen soll.

“Die Hafenbehörde von Iraklion, die ich vertrete, wird alles in ihrer Macht stehende tuen, um diese Menschen mit Respekt und Freundlichkeit zu behandeln”, erklärt Hafenmanager Joannis Bras. Die britische Fregatte HMS Cumberland traf auf Malta ein. Sie brachte 207 Menschen in Sicherheit. Die Überfahrt von Bengasi dauert normalerweise 15 Stunden, wegen schwerer See benötigte die Fregatte knapp 35 Stunden.

“Ich hatte Freunde, die auf der Straße standen, als Söldner in Autos ohne Kennzeichen vorfuhren und drei von ihnen erschossen. Sie haben sie umgebracht”, schildert der britisch-libysche Staatsbürger Ahmed Neihum die Lage in Bengasi.

Indien schickte zwei Großraumjets nach Tripolis, um die rund 18.000 Inder in Sicherheit zu bringen, außerdem läuft bereits ein Passagierschiff auf die libysche Küste zu.