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Französische Außenministerin stürzt über Tunesien-Reise

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Französische Außenministerin stürzt über Tunesien-Reise

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Die französische Außenministerin Michèle Alliot-Marie legt offenbar ihr Amt nieder. Die 64-Jährige werde noch am Sonntag ihr Rücktrittsgesuch an Staatspräsident Nicolas Sarkozy übergeben, verlautete aus Regierungskreisen. Zum Verhängnis wurde Alliot-Marie ihr Tunesienurlaub Ende letzten Jahres. Alliot-Maries Vater schloß während des Urlaubs ein Immobiliengeschäft mit einem Unternehmer aus dem Umfeld des inzwischen gestürzten Machthabers Ben Ali ab. Außerdem nutzte die Familie den Privatjet dieses Geschäftsmanns.

Am Freitag hatten zwei Kabinettskollegen Alliot-Marie als “untragbar” bezeichnet. Als neuer Außenminister ist vor Alain Juppé im Gespräch; der amtierende Verteidigungsminister war bereits in den neunziger Jahren Chef am Quai d’Orsay. Alliot-Marie war erst bei der Kabinettsumbildung im vergangenen November zur Außenministerin berufen worden.