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Proteste gehen auch in Jemen weiter

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Proteste gehen auch in Jemen weiter

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Noch immer müssen in Jemen Opfer der Gewalt begraben werden: Opfer der Auseinandersetzungen zwischen Demonstranten und Polizei.

Gleich vier Tote werden seit gestern aus der Stadt Aden gemeldet, nachdem zwei Männer letzte Nacht an ihren Verletzungen starben.

Auch in der Hauptstadt Sana gehen die Proteste gegen Staatspräsident Ali Abdullah Salih weiter – seine Anhänger bevölkern aber ebenfalls die Straße.

Zehntausende Gegner von Salih versammelten sich gestern nach dem Freitagsgebet. Der Präsident, seit

über dreißig Jahren an der Macht, hat versprochen, bei der nächsten Wahl nicht mehr anzutreten: Dieses Zugeständnis reicht seinen Gegnern jedoch nicht.

Zehntausende waren es aber auch, die Salih mit einer Kundgebung in Sana unterstützten. Sie sehen in ihm einen Garanten für die Einheit des Landes. Beide Lager hielten jedoch einige Kilometer Abstand.

Seit anderthalb Wochen kommt es in Jemen täglich zu Protesten. Mehr als zwanzig Menschen sind bei Auseinandersetzungen schon getötet worden.