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Regime versucht Macht zu festigen

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Regime versucht Macht zu festigen

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Die libysche Hauptstadt Tripolis droht im Chaos zu versinken.

Am Flughafen warten tausende Menschen, teils seit mehreren Tagen, auf eine Gelegenheit, das Land zu verlassen. Doch anders als für ausländische Staatsbürger besteht für die meisten Libyer kaum eine Chance, einen der wenigen Flüge zu bekommen.

In Tripolis unterdessen, scheint sich das Regime auf einen Kampf um die Macht vorzubereiten: ein Amateurvideo zeigt angeblich Gaddafi-treue Söldner, die einen Regimegegner in ihre Gewalt bringen.

In einer Pressekonferenz ist Gaddafis Sohn Saif gegenüber westlichen Journalisten denn auch bemüht, die Brutalität des Vorgehens des Regimes herunter zu spielen:“Sie werden bald feststellen, dass das was Sie in Libyen gehört haben, nichts als ein Witz war. Wir können hier nur lachen über die Berichte von Hunderten und Aberhunderten an Todesopfern, über Bombardierungen von Tripolis und Bengasi, über Söldner.” (Lacht)

Während der Sohn des libyschen Staatschefs sogar Gespräche mit den Aufständischen ankündigt, rätseln Experten, ob das gestern vom libyschen Fernsehen ausgestrahlte Video seines Vaters wirklich authentisch war.

So oder so: Offenkundig will das Regime Zeit gewinnen, um seine Macht wiederherstellen zu können.