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Bengasi und das Leben ohne Gaddafi

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Bengasi und das Leben ohne Gaddafi

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In Bengasi beginnen die Leute jetzt etwas lange Undenkbares: ein Leben ohne Gaddafi. Seine Macht ist in Libyens zweitgrößter Stadt schon lange zusammengebrochen: Und hier im Osten des Landes hat man ihn sowieso nie richtig gemocht.

Nach dem Umsturz helfen fürs erste Lebensmittellieferungen aus Ägypten; auch Medkamente werden gespendet. An drei Stellen in der Stadt werden die Güter ausgeteilt.

“Das Leben hier ist noch nicht wieder normal”, schildert die spanische Journalistin Francesca Cicardi vor Ort. “Die Leute denken nur an die Revolution und warten darauf, dass Tripolis fällt.”

“Etwas Normalität gibt es aber schon”, berichtet sie weiter: “Ein paar Läden haben offen, der Verkehr ist ziemlich wie gewohnt, nur die Kommunikation läuft nicht, es gibt zum Beispiel kein Internet. Die Stadt wirkt deshalb, als sei sie abgeschnitten vom Rest des Landes. Die Banken haben zu, die Schulen bleiben geschlossen.”