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Iren watschen Regierung ab: Der neue Mann heißt Kenny

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Iren watschen Regierung ab: Der neue Mann heißt Kenny

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Der neue Mann soll es richten – doch viel Spielraum hat er nicht: Enda Kenny wird nach dem Absturz der Regierungspartei bei der Parlamentswahl in Irland voraussichtlich neuer Premierminister. Seine Partei Fine Gael errang den Prognosen zufolge gut 36 Prozent. Schon diese Woche will er mit der EU die Bedingungen des Hilfspakets für Irland nachverhandeln.

“Wir wollen Europa und der ganzen Welt das Signal senden, dass wir eine starke und stabile Regierung stellen wollen, dass unser Land offen fürs Geschäft ist. Und dass wir unseren guten Ruf im Inland wie im Ausland wiederherstellen wollen”, erklärte Kenny am Samstag.

Als Koalitionspartner zeichnet sich die Labour-Partei ab, die mit rund zwanzig Prozent ihr bestes Ergebnis erzielen würde. Das Endergebnis der Wahl steht erst im Lauf dieses Sonntags fest – doch schon ist klar, dass die Iren die Regierungspartei Fianna Faìl abstraften und auf gut 15 Prozent absacken ließen. Ihr Sparpaket für den Weg aus der Krise stieß zu vielen bitter auf.

“Um ehrlich zu sein, ich denke, wir haben ihnen gegeben, was sie verdient haben”, meint eine Passantin. “Ich bin froh über das Wahlergebnis, vor allem in Dublin. Ich freue mich, dass Labour so hochgekommen ist. Hoffentlich bekommen wir eine etwas gerechtere Gesellschaft.”

“Sie haben aus unserem Land den letzten Dreck gemacht. Ich bin froh, dass sie weg sind, und jeder andere ist das wohl auch”, frohlockt ein anderer Ire.

Doch anderes als Sparen bleibt auch der neuen Führung nicht übrig. Sie hofft, den Zinssatz für die Kredithilfen zu senken, und will zudem die Gläubiger stärker an den Bankschulden beteiligen.