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Libyen: Der Kampf um Tripolis

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Libyen: Der Kampf um Tripolis

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Selbst ganz in der Nähe Tripolis sind schon Gegner von Libyens Machthaber Muammar Gaddafi zu sehen, mit der Flagge aus der Zeit vor seiner Diktatur. Gaddafi selbst hält sich offenbar in der Hauptstadt verschanzt, nachdem ihm weite Teile seines Landes bereits entglitten sind.

In Tadschura kurz vor Tripolis ist die gespannte Stimmung deutlich: Von Tadschura aus machte sich eine Gruppe von Demonstranten auf den Weg hinein in die Hauptstadt. Auf ihrem Marsch wurden sie im Stadtteil Suk al-Dschoma aber beschossen.

Erschreckende Bilder im Internet entstanden offenbar kurz danach.

Gaddafi hat aber nach wie vor auch seine Anhänger, die zu ihm und seiner grünen Staatsflagge halten.

Nach Angaben von Augenzeugen sind regimetreue Zivilisten bewaffnet worden, um gegen Demonstranten vorzugehen.

Vom Diktator selbst ist nach mehreren Auftritten diese Woche jetzt nichts zu sehen. Sein Sohn Saif al-Islam hat dafür erneut die Demonstranten als Terroristen beschimpft. Außerdem machte er das Ausland für die Proteste verantwortlich.

Auf die Frage eines britischen Reporters, ob sein Vater wie Ägyptens gestürzter Machthaber Hosni Mubarak bald weg sein werde, ist die Antwort des Sohnes kurz und bündig: Nein.