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UNO meldet 100.000 Flüchtlinge aus Libyen

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UNO meldet 100.000 Flüchtlinge aus Libyen

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Wegen der Unruhen in Libyen sind allein in der vergangenen Woche rund 100.000 Menschen geflohen. Die meisten von ihnen sind Gastarbeiter aus Tunesien und Ägypten. Das teilte das Flüchtlingskommissariat der Vereinten Nationen mit.

Viele Ägypter sind in Tunesien hinter dem Grenzposten Ras Jadir gestrandet und wissen nicht mehr weiter. Sie fühlen sich von ihrer Regierung im Stich gelassen: “Wir demonstrieren hier, weil wir nach Hause, nach Ägypten wollen. Alle Länder senden Flugzeuge für ihre Bürger: die Türkei, Korea, Indien und Bangladesch. Menschen kommen und gehen, nur wir, die Ägypter, sitzen fest. Hier warten viele, aber Ägypten hat immer noch kein Flugzeug geschickt. Die Menschen schlafen auf der Straße und sterben wegen der Kälte.”

Laut dem Roten Halbmond bahnt sich eine humanitäre Krise an. Die tunesischen Streitkräfte haben ein Zeltlager für die Flüchtlinge errichtet und Freiwillige verteilen Lebensmittel.

Das Flüchtlingskommissariat der Vereinten Nationen sorgt sich unterdessen um das Schicksal der rund 11.000 afrikanischen Asylbewerber, die in Tripolis festsitzen. Sie schweben in Lebensgefahr, denn die Aufständischen könnten sie für Gaddafi treue Söldner halten.