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UNO-Sicherheitsrat verhängt Sanktionen gegen Libyen

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UNO-Sicherheitsrat verhängt Sanktionen gegen Libyen

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Der UNO-Sicherheitsrat hat sich auf Sanktionen gegen Libyen geinigt: ein Waffenembargo, ein Reiseverbot für Staatschef Muammar al-Gaddafi und seine Führungsriege sowie die Sperrung ihrer ausländischen Konten.

Die 15 Mitglieder des Gremiums haben alle für die Resolution gestimmt.

Mit ihrer Zustimmung sagten sich die libyschen Delegierten endgültig von Gaddafi los und machten den Weg frei für Ermittlungen gegen den libyschen Machthaber und seine Söhne. Ihnen droht ein Prozess am internationalen Strafgerichtshof.

Die Diplomaten beglückwünschten den libyschen Botschafter zu seiner Entscheidung. Er erklärte:

“Das Regime in Tripolis hat jegliche Legitimität verloren. Diese Resolution gibt unseren Bürgern, die weiterhin Widerstand leisten, moralische Unterstützung.”

UN-Generalsekretär Ban Ki-moon betonte:

“Dieser Text bekräftigt, dass schwere und systematische Verstöße gegen die Menschenrechte nicht toleriert werden. Und die Verantwortlichen für diese Verbrechen werden zur Rechenschaft gezogen werden.”

Durch die Resolution nimmt der internationale Druck auf Gaddafi zu.

In Bengasi, dem Zentrum des libyschen Aufstands, waren die Reaktionen auf die UNO-Resolution gemischt. Manche waren skeptisch, andere begrüssten die Unterstützung der internationalen Gemeinschaft: “Wir freuen uns über die Entscheidung des Sicherheitsrats.” Ein anderer Mann meint: “Das ist eine Revolution des Volkes. Wir wollen nicht, dass das Ausland sich einmischt. Obama kümmert sich nur um seine eigenen Interessen und die von Europa. Unser Ziel ist es Muammar al-Gaddafi zu stürzen.”

Für die Menschen in Bengasi heißt es jetzt erst einmal abwarten und Tee trinken. Alle Augen sind auf die Hauptstadt Tripolis gerichtet, wo Gaddafi noch seine Stellung hält.