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Malta fürchtet Eskalation

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Malta fürchtet Eskalation

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In Malta wachsen die Befürchtungen, daß die kleine Inselrepublik mit der Evakuierung aus Libyen überfordert werden könnte.

Wie mit dieser Personenfähre kommen jeden Tag hunderte und aberhunderte ausländische Facharbeiter und Flüchtlinge an.

Koordiniert werden die Hilfsmaßnahmen der einzelnen Nationen hier auf Malta. Eine nicht immer ganz einfache Aufgabe.

Tonio Borg, maltesischer Außenminister erklärt:

“Schwierig zu evakuieren sind die Ölfelder in der Wüste. Weil es da nicht nur eins gibt,wenn Sie auf die Karte sehen sondern eine ganze Reihe von Fördergebieten. Das ist viel schwieriger, dort zu evakuieren. Da haben wir noch nicht Alle herausholen können.”

Dennoch: die Evakuierungen neigen sich dem Ende zu. Eine neue Phase der Hilfsaktionen für Libyen beginnt. Unser Euronews-Korrespondent José Miguel Sardo vor Ort:

“Die Oprationen zur Evakuierung der Ausländer aus Libyen scheinen nach einer Woche langsam vorbei zu sein. Die internationale Gemeinschaft will der libyschen Bevölkerung nun anscheinend in einer neuen Aktion humanitäre Hilfe zukommen lassen. Doch wird man damit bis zu einem Rücktritt Gaddafis warten?”

Der matesische Premierminister sieht die Staatengemeinschaft unter Zugzwang. Möglicherweise bleibe gar keine andere Wahl:

“Wir befürchten ein Szenario, in dem es ganz wesentlich auf unsere Lebensmittelhilfen für das libysche Volk ankommen könnte.”

Ebenso wie die deutsche, hat auch die britische Luftwaffe erneut Ausländer aus Libyen in Sicherheit gebracht. Drei Transportflugzeuge nahmen in der Wüste rund 150 Arbeiter von Ölfirmen an Bord und flogen sie nach Malta.