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EuGH: Männer und Frauen auch vor der Versicherung gleich

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EuGH: Männer und Frauen auch vor der Versicherung gleich

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Bei der Versicherung müssen Frauen den Männern gleichgestellt sein: Beiträge dürfen sich nicht nach dem Geschlecht richten, zum Beispiel bei Autoversicherungen. Die Versicherungskonzerne müssen künftig Unisex-Tarife anbieten. Das entschied der Europäische Gerichtshof (EuGH) (Rechtssache C-236/09).

Zur Zeit sind bekommen Frauen günstigere Tarife, weil sie weniger Schäden anrichten.

Autofahrer in Rom:

“Frauen sind keine guten Autofahrer,” sagt ein Taxifahrer, “die lassen sich durch alles Mögliche ablenken, sie kucken in Schaufenster, während sie unterwegs sind.”

“Männer fahren besser”, sagt eine Frau am steuer, “muß ich leider ehrlich sagen. Wie oft habe ich Frauen gesehen, die Mist gemacht haben.”

“Männer und Frauen sind gleich, es lebe die Chancengleichheit. Also ist es nicht fair, dass Frauen weniger bezahlen.”

Die Richter in Luxemburg geben der Branche eine Frist für die Umstellung bis Ende 2012.

Versicherungstarife werden nach dem statistischen Risiko kalkuliert. Dabei spielt das Geschlecht häufig eine zentrale Rolle – Frauen zahlen zum Beispiel höhere Beiträge für die private Rentenversicherung, weil sie im Schnitt einige Jahre älter werden als Männer.

Beim Monatsbeitrag in der Kranken-Vollversicherung mache der Unterschied 30 bis 50 Euro aus, hieß es beim deutschen Versicherer Ergo.

Nach dem Urteil des Europäischen Gerichtshofs könnten die Tarife für alle Versicherten teurer werden, warnt die Branche.