Eilmeldung

Eilmeldung

Guttbye Guttenberg - Witzfigur im Internet

Sie lesen gerade:

Guttbye Guttenberg - Witzfigur im Internet

Schriftgrösse Aa Aa

Das Internet war offenbar fatal für Karl-Theodor zu Guttenberg. Zum Rücktritt von seinem Amt als deutscher Verteidigungsminister gezwungen sah er sich durch den Copy-Paste-Skandal. Und ohne die Hilfe des Internet wären die kopierten Stellen in der Dissertation wahrscheinlich nie ans Licht gekommen. Und wo anders als im Internet gibt es neben den Guttenberg-Fans – der Ex-Minister hat mehr als 133 000 “likes” auf seiner Facebook-Seite – vor allem Guttenberg-Witze. Die gesamte deutsche Presse machte sich lustig über den Freiherr von Copy-Paste.

Und im Internet ist der Politiker mit dem raketenartigen Aufstieg und den Umfragewerten, die die von Kanzlerin Merkel zeitweise in den Schatten stellten, vor allem dank der vielen Fotos – vom Bierzelt- bis zum Disco-Auftritt – eine beliebte Witzfigur.

Die beiden Autoren des Blogs – die Berliner Mathias Richel und Malte Welding – vergleichen den eitlen Freiherrn zu Guttenberg in ei nem Interview auf jetzt.de mit einer Wurst und mit Lothar Matthäus.

Am Tag des Rücktritts suchen die Internet-User nicht nur nach dem #Verteidigungsminister. Bei Twitter gehört das viel originellere #guttbye schnell zu den “trending topics”, den Themen, die die Welt im Internet anklickt.

Die deutsche Tageszeitung DIE WELT spricht vom Sieg des Internets und der bürgerlichen Werte. Aber auch davon, dass die Kanzlerin schon jetzt mit Guttenbergs Comeback rechnet.
Auch die FAZ fasst die Reaktionen auf den Rücktritt zusammen unter dem Titel Er wird eine politische Zukunft haben.

Die ZEIT bleibt kritisch, fragt, ob Guttenberg noch immer nicht verstanden habe und kommentiert den Abgang als weder anständig noch ehrlich.

Und die taz meint, der Rücktritt sei die letzte Show des hochmütigen Märtyrers.