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Pentagon von Angriff auf Libyen "wenig begeistert"

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Pentagon von Angriff auf Libyen "wenig begeistert"

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Die USA haben ihre Militärpräsenz um Libyen verstärkt. Zusätzliche Kriegsschiffe wurden vor die Küste beordert. Wie der US-Fernsehsender CBS berichtet, bestehe allerdings im Pentagon „wenig Begeisterung“ für eine militärische Operation. Die USA befürchten, in einen länger dauernden Bürgerkrieg verwickelt zu werden. Außerdem schreckt sie die Erinnerung an die Intervention in Somalia. Vor dem US-Senat bezeichnete der Kommandeur des U.S. Central Command, General James Mattis, die Einrichtung einer Flugverbotszone über Libyen als „Herausforderung“.

Nach einem Treffen mit US-Präsident Obama verlangte UN-Generalsekretär Ban Ki Moon Gaddafis Rücktritt: “Er hat seine Legitimität in dem Moment verloren, in dem er seinem eigenen Volk den Krieg erklärt hat. Dies ist eine völlig inakzeptable Situation. Ich hoffe ernsthaft – und ich rufe Gaddafi dazu auf – dass er den Ruf seines Volkes noch erhört!”

In einem Interview mit dem US-Sender ABC wies Gaddafi jeglichen Gedanken an seinen Rücktritt zurück. Warum solle er seine Heimat verlassen, sein Volk liebe ihn. Die Aufständischen seien von Al-Kaida.

Vor allem im Westen Libyens verfügt Gaddafi noch über loyale Truppen. So wurden Grenzübergänge zu Tunesien wieder von Gaddafis Truppen bemannt und an ihnen die grüne Flagge gehisst. Die Ortschaft Nalut 60 Kilometer hinter der Grenze wurde von den Gaddafi-Truppen eingenommen. Während der Osten des Landes und die wichtigsten Ölfelder von den Aufständischen kontrolliert werden, sammelt Gaddafi seine Truppen im Westen. Aber auch in mehreren ostlibyschen Städten stehen sich regierungstreue Truppen und Rebellen gegenüber, allerdings ohne dass es zunächst zu größeren Kämpfen kam.