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Libyen: Erschöpfte und traumatisierte Flüchtlinge

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Libyen: Erschöpfte und traumatisierte Flüchtlinge

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Tausende Gastarbeiter aus Bangladesch verlassen das Krisenland Libyen Hals über Kopf. Nach offiziellen Angaben halten sich mehr als 60.000 Bangladeschi im Land auf.

Die Flüchtlinge haben nur ein wenig Kleidung und Decken bei sich. Viele sind seit Tagen unterwegs, haben nichts gegessen und sind von den Erlebnissen in Libyen traumatisiert: “Es gibt in Libyen kein Essen mehr. In den Läden wird uns gesagt, dass die Lebensmittel für die Libyer sind. Uns wird nichts verkauft.”

Laut den Helfern haben die Gastarbeiter eine wahre Odyssee hinter sich. Die Straße von der libyschen Hauptstadt Tripolis zum Grenzübergang wird angeblich von regierungstreuen Milizen kontrolliert, die Gerüchten zufolge die fliehenden Ausländer einschüchtern und ihnen ihr Geld abnehmen.

Unser Korrespondent vor Ort, Jamel Ezzedini, erzählt: “In den kommenden Stunden werden weitere Flüchtlinge erwartet. Ihre Zahl nimmt mit jedem Tag zu. Rund eine Million ägyptische und zehntausende asiatische Gastarbeiter leben und arbeiten in Libyen.”