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Tausende Menschen aus Ras Ajdir wollen in ihre Heimat

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Tausende Menschen aus Ras Ajdir wollen in ihre Heimat

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Das sechs Kilometer von dem libysch-tunesischen Grenzübergang Ras Ajdir entfernte Flüchtlingscamp Schuscha wächst unaufhörlich. Die tunesische Armee bemüht sich um Organisation und Logistik, tunesische und internationale Hilfseinrichtungen sorgen für Lebensmittel, Medikamente, Kleidung. Es gibt Trinkwasser und sanitäre Einrichtungen. “Wir bringen die Flüchtlinge vom Grenzübergang Ras Ajdir ins Camp und sorgen dafür, dass sie registriert werden”, erläutert der Militärarzt Mohamed Essoussi. “Es folgt eine ärztliche Untersuchung, die Pflicht ist, um mögliche Epidemien zu vermeiden.” Auch die Gesundheitsministerin Tunesiens, Habiba Ben Romdhane, machte sich im Flüchtlingscamp ein Bild von der Lage. “Hilfe für die Unterbringung und Versorgung der Menschen ist nicht nötig”, sagt die Ministerin. “Wir brauchen Hilfe, um sie in ihre Heimatländer zurückführen zu können, Schiffe, Flugzeuge, vor allem Schiffe.” Zu den Flüchtlingen zählen nämlich Tausende von Menschen, die in Libyen gearbeitet haben, doch aus anderen Ländern stammen. “Fast stündlich treffen neue Gruppen von Flüchtlingen ein”, berichtet unser Korrespondent Jamel Ezzedini. “Hier hinter mir sind Menschen aus Bangladesch untergebracht. Das Camp zählt inzwischen mehr als 12 000 Bewohner. Die humanitäre Lage hat sich durch die Hilfen der tunesischen Regierung sowie internationaler Organisationen stark verbessert.”