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Immer mehr Flüchtlinge in Ras Ajdir

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Immer mehr Flüchtlinge in Ras Ajdir

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Täglich treffen Hunderte Menschen am libysch-tunesischen Grenzübergang Ras Ajdir ein. Viele verbringen die Nacht im Freien und warten tagelang darauf, ins nahegelegene Flüchtlingscamp Schouscha gebracht zu werden. Dort leben mehr als 12 000 Menschen unterschiedlicher Staatsangehörigkeit. Tausende stammen aus Ägypten, mindestens ebenso viele kommen aus Bangladesch. Die meisten haben auf den Erdölfeldern Libyens gearbeitet. Nun sind sie zornig darüber, dass ihre Heimatländer nichts unternehmen. “Wir wollen in unser Land zurückkehren”, sagt ein Mann aus Bangladesch. “Bitte helft uns, bitte helft uns.” “Gestern haben wir den ganzen Tag im Freien zugebracht”, sagt ein anderer. “Es war sehr staubig. Am schlimmsten aber ist, dass uns Informationen fehlen.” In der vergangenen Nacht kamen erneut Flüchtlinge über die Grenze. Die meisten stammen von den Philippinen, aus Vietnam und aus Ghana, berichtet unser Korrespondent Jamel Ezzedini aus Ras Ajdir: “Insgesamt rund 20.000 Flüchtlinge wollen nichts anderes als ein Flugzeug oder ein Schiff besteigen, das sie in ihre Heimat zurückbringt. Viele haben mehr als eine Woche im Freien zugebracht und haben Mühe, mit den kalten Wüstennächten zurechtzukommen.”