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"Finger weg, Herr Sarkozy und Frau Merkel"

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"Finger weg, Herr Sarkozy und Frau Merkel"

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Die Staats- und Regierungschefs der 17 Euro-Länder kommen am 11. März in Brüssel zu einem Sondertreffen zusammen, um ein Gesamtpaket zur Stabilisierung der Euro-Zone zu schnüren.

Demonstranten kamen eine Woche vorher in Brüssel zusammen, um gegen die drohende Abschaffung einer belgischen Sonderregel zu protestieren: Die Indexierung der Löhne. Soll heißen, wenn die Preise steigen, gehen die Löhne automatisch mit nach oben. Ein Gewerkschafter:

Philippe Van Muylder FGTB/ABVV Union:

“Zum Glück sagt die geschäftsführende belgische Regierung bisher – an die Adresse von Herrn Sarkozy und Frau Merkel gerichtet – dass sie die Finger von der Indexierung lassen sollen. Wir unterstützen hier die Regierung, damit sie bei ihrer Meinung bleibt.”

Ein anderer Demonstrant:

“Ich selber bin gar kein Belgier, ich wähle hier nicht mit, ich bin Brite. Ich zeige hier nur mit den anderen – wir sind nicht glücklich … deswegen demonstrieren wir hier.”

Die Staats- und Regierungschefs wollen die Eurozone gegen Finanz- und Währungskrisen wappnen. Zu diesem Zweck sollen die Wirtschaftspolitik besser koordiniert und die Wettbewerbsfähigkeit gestärkt werden.

Zur Diskussion steht ein deutsch-französischer Vorschlag für einen entsprechenden Pakt, dessen Vorgaben für die Lohn- und Sozialpolitik in der EU auf viel Kritik stößt.