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Kämpfe in Libyen gehen unvermindert weiter

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Kämpfe in Libyen gehen unvermindert weiter

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Die Kämpfe in Libyen gehen unvermindert weiter, zwischen Gegnern und loyalen Truppen von Machthaber Muammar Gaddafi.

In der Stadt Brega, einem wichtigen Ölhafen, haben die Regierungseinheiten wieder Angriffe geflogen. Gaddafis Sohn Saif bestreitet aber, dass zivile Ziele beschossen worden seien.

“Ich glaube, dass wir in 42 Jahren viel verloren haben”, sagt einer der aufständischen Kämpfer. “Ich

habe nicht die ganzen 42 Jahre erlebt: Aber ich habe

genug erlebt, dass ich Vertrauen habe und den Glauben, für etwas zu kämpfen – unsere Freiheit und

unsere Rechte in Libyen.”

Aufständische und Regierungstruppen stehen sich in

der Gegend um Brega den zweiten Tag gegenüber. Am Stand der Kämpfe hat sich in den letzten Tagen wenig geändert: Gaddafi hält sich in der Hauptstadt Tripolis und in anderen Orten vor allem im Westen Libyens. Die Aufständischen beherrschen weite Landstriche im Osten, wo Gaddafi seit jeher nicht sonderlich geschätzt wird.

Kampflos tritt der Diktator, seit über vierzig Jahren im Amt, aber nicht ab – so wie es seine früheren Kollegen in Tunesien oder Ägypten machen mussten: Das ist jetzt klar. Auch heute rüsten sich die Aufständischen wieder für schwere Kämpfe: Nach wie vor geht es zunächst um die Kontrolle über Ölanlagen oder wichtige Straßen.