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Libyen: Die Verletzten erzählen ihre Geschichten

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Libyen: Die Verletzten erzählen ihre Geschichten

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In der von den Rebellen kontrollierten Stadt Bengasi herrscht gespannte Ruhe. Die Aufständischen machen aus ihrer Verachtung für Muammar al Gaddafi kein Hehl: ein Esel steht für den Revolutionsführer, auf seiner Augenbinde ist ein Porträt Gaddafis abgebildet. Immer wieder werden Verletzte aus dem etwa 150 Kilometer entfernten Brega in Krankenhäuser in Bengasi gebracht. Unter ihnen ist Naser, der von vier Kugeln getroffen wurde. Rund 200 Fahrzeuge mit Gaddafi-Anhängern hätten ihn umzingelt, erzählt er, die Wachen an den Ölfeldern seien getötet worden, er selbst sei nur knapp entkommen.

Auch Halid war Zeuge der Kämpfe in und um Brega. Er ist einer von Tausenden Freiwilligen, die versuchten, die Raffinierie in Brega zu verteidigen. Als er versuchte, Verletzten zu helfen, wurde auf ihn geschossen. Zwei Geschichten, stellvertretend für viele andere, die nie erzählt werden können. Dutzende Menschen wurden bei den Gefechten getötet und nur die Überlebenden können die Erinnerung an sie bewahren.